Dr. med. univ. Lukas Kirchmair &
Dr. med. univ. Christian Wimmer

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Bänderriss

Unter einem Bänderriss, auch Bandruptur genannt, versteht man das Reißen der Fasern eines Bandes ganz oder teilweise. Ein Bänderriss kann ein oder mehrere Bänder eines Gelenks betreffen.

Es wird in drei Grade unterteilt

 

Grad 1: Bandzerrung
Grad 2: teilweiser Bänderriss
Grad 3: vollständiger Bänderriss

 

Die Knochen eines Gelenks werden von den Bändern, bestehend aus Bindegewebe, miteinander verbunden, im Gegensatz zu Sehnen, die Muskeln mit Knochen verbinden. Die Bänder des Knies (z.B. Kreuzband) verbinden den Oberschenkelknochen mit dem Schien- und Wadenbein.
Bänder, die teilweise oder vollständig gerissen sind, können nicht mehr ihre Funktion vollständig erfüllen, deshalb verliert das betroffene Gelenk an Stabilität und wird bewegungsunfähig.

 

Ursachen

Ursachen sind außer Krafteinwirkungen auf das Kniegelenk. Bei direkter Gewalt auf das gebeugte Knie oder wenn das Gelenk gewaltsam überstreckt ist, kann das hintere Kreuzband reißen. Das vordere Kreuzband kann durch überstreckten oder gewaltsam gebeugten angespannten Oberschenkelmuskel reißen. Zusätzlich kann der Innenmeniskus oder das Innenband reißen. Wenn Kreuzband, Innenband und Innenmeniskus verletzt sind, spricht man von einer sogenannten Unhappy Triade.

 

Symptome

 

– Schmerzen
– Schwellung
– Bluterguss
– Verlieren der Stabilität
– Bewegungsunfähigkeit

 

Diagnose

Äußerlich sind Knieschwellungen und Gelenkergüsse erkennbar. Durch ein Röntgenbild oder ein MRT ist der Kreuzbandriss diagnostizierbar.

 

Therapie

Ziele der Therapie:

 

– Wiederherstellung der Berufs- und Sportfähigkeit
– Stabilisierung des Gelenks
– Schmerzbekämpfung
– Steigerung der Lebensqualität

 

Das Bein sollte geschont werden. Gegen Schmerzen können Schmerzmittel eingenommen werden.

Ob eine konservative oder operative Therapie angewandt werden soll hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie beispielsweise Ausmaß der Knieverletzung, Alter, sportliche Aktivität, etc.

Bei einer konservativen Therapie wird zunächst eine Behandlung mit Muskelaufbau und Kältetherapie angewandt. Bei Bedarf können Unterarmgehstützen und Knieschienen verwendet werden. Zusätzlich sollte eine Physiotherapie gemacht werden.

Meistens findet bei Bedarf eine Operation nach zwei bis vier Wochen nach dem Kreuzbandriss statt. Nachteile einer Operation sind eine lange Rehabilitationsdauer und Arbeitsunfähigkeit. Das gerissene Kreuzband wird durch ein Transplantat ersetzt. Während einer Kniegelenkspiegelung wird das Sehnentransplantat im Verlauf des Kreuzbands angebracht und mit Schrauben oder durch Einpressen am Oberschenkelknochen und Schienbein befestigt.