Dr. med. univ. Lukas Kirchmair &
Dr. med. univ. Christian Wimmer

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HWS-Syndrom

00080Das HWS-Syndrom (Syndrom der Halswirbelsäule) beschreibt die Beschwerden, die von der Halswirbelsäule ausgehen. Die Halswirbelsäule ist der oberste und beweglichste Wirbelsäulenabschnitt. Sie besteht aus demAtlas, Axis und 5 weiteren Wirbeln und weist eine natürliche Lordose (= nach vorn gerichtete Krümmung) auf.

 

Einteilung

Nach Verlauf:

  • chronisches HWS-Syndrom
  • akutes-HWS Syndrom

Nach Schmerzausstrahlung:

  • lokales HWS-Syndrom
  • pseudoradikläres HWS-Syndrom (nicht eine Nervenwurzel betreffend)
  • radikuläres HWS-Syndrom (eine Nervenwurzel betreffend)

 

Nach Lokalisation:

  • unteres HWS-Syndrom
  • oberes HWS-Syndrom

Nach Ursache:

  • degeneratives HWS-Syndrom (Verschleiß)
  • funktionelles HWS-Syndrom (Fehlhaltung)
  • posttraumatisches HWS-Syndrom (Unfall)

 

Ursachen

Meist durch degenerative Veränderung der Halswirbelsäule tritt dieses Syndrom auf.

 

  • Funktionelle Verspannung der Nackenmuskulatur
  • Degenerative Veränderungen der HWS (Spondylose, Osteophyten)
  • Segmentale Dysfunktionen („Blockierung“)
  • Facettensyndrom: Arthrose der Facettengelenke
  • Osteochondrose: degenerative Prozesse im Wirbelkörper
  • Schleudertrauma (HWS-Distorsion)
  • Wirbelsäulenoperationen
  • Tumore
  • Zervikaler Bandscheibenvorfall (selten)

 

Symptome

  • Parästhesien, Hypästhesien (Kribbeln, Taubheitsgefühl)
  • Kopfschmerzen: Spannungskopfschmerz
  • Myogelosen: Muskelverhältungen
  • Hals- bzw. Nackenschmerzen, häufig mit Ausstrahlung in den Arm
  • Schwindel
  • Sehstörungen
  • Ohrgeräusche

 

 

Therapie

Meist verläuft die Therapie sehr langwierig. Durch regelmäßige Bewegung und Vermeidung falscher Körperhaltung kann man dem HWS-Syndrom vorbeugen. Die Physiotherapie hilft die Muskeln zu entspannen und Schmerzen zu lindern. Dabei werden ebenfalls die Muskeln aufgebaut. Neben Massagen werden Übungen zur Kräftigung der Halsmuskulatur durchgeführt.

Neben der Physiotherapie kann auch die Facettengelenks- oder Nervenwurzelinfiltration angewandt werden.

Es sollte begleitend auch eine entzündungshemmende und schmerzstillende medikamentöse Therapie angewandt werden.