Dr. med. univ. Lukas Kirchmair &
Dr. med. univ. Christian Wimmer

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Schulterfrakturen

Treten nach einem Sturzereignis schmerz- und schwellungsbedingte Bewegungseinschränkungen auf, ist ein Frakturereignis wahrscheinlich und radiologisch abzuklären. Im Bereich der Schulter gibt es je nach Trauma typischerweise 4 Frakturarten:

 

– Tuberculum maius Fraktur: Bruch des großen Rollhöckers- Subcapitale Humerus Fraktur: Bruch unterhalb des Oberarmkopfes

– Four-Part-Fracture: Trümmerbruch des Oberarmkopfes

– Humerusfraktur: Bruch des Oberarmschaftes 

 

Diagnose:

Die Diagnose wird mittels Röntgen in mehreren Ebenen gestellt. Bei komplexen Frakturen wird mittels CT eine 3D-Rekonstruktion angefertigt, um so den Eingriff und die Lage der Implantate besser planen zu können. 

Ursachen:

Frakturen treten meist in unmittelbarem Zusammenhang mit einem starken Trauma auf, jedoch gibt es auch die sogenannten „pathologischen Frakturen“ die ohne schweres Trauma aufgrund von Vorerkrankungen wie Osteoporose, Knochenzysten oder Tumoren auftreten. 

 

Symptome:

Typischerweise leiden die Patienten unter meist sehr charakteristischen schmerzbedingten Bewegungseinschränkungen und Schwellung im Frakturgebiet. Auch die Krepitation, so wird das „Aneinanderreiben“ der Knochenbruchfragmente bezeichnet, ist ein sicherer Frakturhinweis. 

 

Therapie:

Treten die Frakturen in Zusammenhang mit einem Hochrasanztrauma auf, kommt es meist zu einer Dislokation (Verschiebung) der Knochenbruchstücke, die unter Narkose wieder in die ursprüngliche Position zurückgebracht werden müssen und dort mit speziellen Implantaten (Schrauben, Platten, IMC „Intra-medullary-claw) fixiert werden. Grundsätzlich sollte eine möglichst minimalinvasive OP-Technik gewählt werden, um eine weitere Weichteilschädigung zu verhindern. 

 

Nach der Operation/Rehabilitation/Physiotherapie:

Je nach Dauer und Art des Eingriffes legt der Operateur die rehabilitativen Maßnahmen und deren zeitliche Abfolge individuell fest. Durch die regelmäßigen Verlaufskontrollen und Nachsorgeuntersuchungen werden Defizite frühzeitig erkannt und krankengymnastisch ausgeglichen. Eine Immobilisation (Ruhigstellung mittels Schulter-Arm-Bandage) ist in den meisten Fällen zwischen 3 und 5 Wochen nötig.